Am 30. September 2025 fand im Gemeindehaus der St.-Georgs-Kirchengemeinde Sottrum eine Gemeindeversammlung statt.
Viele Gemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und geplante Projekte zu informieren.
Kirchenvorstandsvorsitzende Isabel Salmen betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung von Gemeinschaft, Achtsamkeit und gegenseitiger Verantwortung.
Ein Schwerpunkt war die Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt. Anika Neubauer, zuständig für Schulungen im Kirchenkreis, stellte die Grundlagen des landeskirchlichen Schutzkonzeptes vor. Sie hob hervor, wie wichtig Achtsamkeit, klare Strukturen und Offenheit im Umgang miteinander sind. In der St.-Georgs-Gemeinde sollen Informationsveranstaltungen durchgeführt werden, um das Bewusstsein für Grenzen und respektvolles Verhalten zu stärken.
Im Themenbereich Bau und Erhalt der Kirche berichtete Wiebke Kromarck vom Amt für Bau- und Kunstpflege über laufende und geplante Renovierungen. Im Mittelpunkt stehen die Restaurierung der Kirchenfenster, deren Bleifassungen und Gläser an mehreren Stellen beschädigt sind. Darüber hinaus wurden das Lichtkonzept, die Tontechnik sowie Fragen der Farbgestaltung thematisiert. Kromarck erläuterte die komplexen Abläufe kirchlicher Bauvorhaben und zeigte auf, wie viele Fachstellen und Ebenen bei Planung und Genehmigung beteiligt sind. Sie betonte, dass es Zeit, Sorgfalt und enge Abstimmung braucht, um die historischen und ästhetischen Ansprüche der St. Georgs-Kirche zu wahren.
Ein zentrales Thema war die Finanzierung. Um die geplanten Maßnahmen umsetzen zu können, müssen weitere Mittel eingeworben werden. Der Kirchenvorstand prüft derzeit Fördermöglichkeiten und finanzielle Spielräume. Superintendent Dr. Michael Blömer würdigte das vielfältige Gemeindeleben und das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz das Gesicht der Gemeinde prägen. Er machte deutlich, dass die Herausforderungen für die Kirche – sinkende Mitgliederzahlen, knapper werdende Ressourcen und strukturelle Veränderungen – nur gemeinsam zu bewältigen sind. Dabei warb er für neue Formen regionaler Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zwischen den Gemeinden. Kirche müsse sich verändern, um lebendig zu bleiben, aber immer in der Verbundenheit mit den Menschen vor Ort.
Die Versammlung endete in zuversichtlicher Stimmung mit dem Lied »Der Mond ist aufgegangen«.
Isabel Salmen, Kirchenvorstandsvorsitzende